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Cisco SPA3102 / SPA8800 (FXO, Legacy)

So binden Sie eine analoge Festnetzleitung über ein FXO-Gateway an Ihre Telefonanlage an: IP-Adresse, Anmeldung an der Weboberfläche, SIP-Konto der Nebenstelle, Routing eingehender Anrufe von der Leitung, Prüfung und Zurücksetzen auf Werkseinstellungen

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Cisco SPA3102 / SPA8800 (FXO, Legacy) — Einrichtung für unsere Telefonanlage

Ein Betrieb hat eine Festnetznummer an einer gewöhnlichen Telefonleitung, und im Schrank steht bereits eine graue Box von Cisco (oder Linksys) — SPA3102 oder SPA8800. Das sind FXO-Gateways der Cisco-Small-Business-Reihe (ehemals Sipura und Linksys): An ihren Port LINE wird die Festnetzleitung angeschlossen, und das Gateway wandelt sie in SIP um. SPA3102 — eine Festnetzleitung, ein analoges Telefon und ein integrierter Router; SPA8800 — vier Festnetzleitungen und vier analoge Telefone in einem Metallgehäuse.

Beide Gateways sind abgekündigt und werden von Cisco nicht mehr unterstützt, die Dokumentation hat der Hersteller von der Website entfernt — sie lebt in Kopien des Internet Archive weiter. Wenn ein solches Gateway bereits vorhanden ist, lohnt es sich anzuschließen: Die Einrichtung ist einfach und gut beschrieben. Ein neues zu kaufen raten wir nicht: Einen Ersatz mit FXO hat Cisco nicht, und für neue Standorte eignen sich Grandstream HT841/HT881 oder Yeastar TA FXO.

Für unsere Telefonanlage ist das Gateway eine weitere Nebenstelle: Jede Festnetzleitung registriert sich mit ihrem eigenen Konto am Server der Telefonanlage, und einen eingehenden Anruf wählt das Gateway selbst auf die Nummer einer Rufgruppe oder eines Mitarbeiters. Was für alle Gateways gleich ist, steht in der Übersicht „GSM-Gateway, Festnetzleitung oder ISDN in Ihrer Telefonanlage“. Hier — Schritt für Schritt für Cisco, mit Screenshots aus der Herstellerdokumentation.

Was Sie brauchen#

  • Die Zugangsdaten der Nebenstelle aus der Admin-Oberfläche — ein Satz pro Festnetzleitung (beim SPA3102 einer, beim SPA8800 bis zu vier): Telefonie → „Mitarbeiter und Gruppen“ → legen Sie einen Mitarbeiter für die Leitung an („Festnetzleitung 1“) → „Passwort zurücksetzen“ → Fenster „Zugangsdaten der Nebenstelle“: SIP-Server, Interne Nummer, Login, Passwort, Port 5060, Transport UDP. Das Passwort wird einmal angezeigt. Ausführlich — „Zugangsdaten der Nebenstelle für das Gateway“.
  • Die Nummer, die das Gateway innerhalb der Telefonanlage anrufen soll — die Nummer der Rufgruppe (Telefonie → „Rufgruppen“, Nummern ab 700) oder die interne Nummer eines Mitarbeiters. Sie wird in Schritt 4 benötigt.
  • Die Festnetzleitung, angeschlossen am Port LINE (beim SPA8800 — LINE 1…4 oder die gemeinsame RJ-21-Buchse). ⚠️ Nicht mit dem Port PHONE verwechseln: Cisco warnt, dass der an eine Festnetzdose angeschlossene Port PHONE das Gateway oder die Verkabelung beschädigen kann.
  • Ein analoges Telefon — bei diesen Gateways Pflicht: Nur darüber funktioniert das Sprachmenü, das die IP-Adresse ansagt und den Reset ausführt (eine Reset-Taste gibt es nicht). Es wird an PHONE (SPA3102) oder zwingend an PHONE 1 (SPA8800) angeschlossen.
  • Das Gateway im Netz des Betriebs: Beim SPA3102 das Kabel vom Router in den Port INTERNET, beim SPA8800 in ETHERNET.
  • Einen Computer mit Browser im selben Netz.
  • Das Land Ihrer Leitung. Die Werkseinstellungen sind auf die USA ausgelegt — der Abschnitt „Die Leitung auf Ihr Land einstellen“ ist Pflicht.

Schritt 1. Die IP-Adresse des Gateways herausfinden#

Der Netzwerk-Port des Gateways (INTERNET beim SPA3102, ETHERNET beim SPA8800) bezieht ab Werk seine Adresse per DHCP vom Router des Betriebs.

  • Per Sprache über das analoge Telefon (beide Gateways): Nehmen Sie den Hörer des Telefons an PHONE / PHONE 1 ab (es kann sein, dass kein Freizeichen zu hören ist), wählen Sie ****, warten Sie die Begrüßung des Menüs ab und wählen Sie 110# — das Gateway sagt seine Adresse an. Weitere nützliche Codes: 120# — Subnetzmaske, 130# — Gateway, 150# — Firmware-Version, 210# — lokale Adresse. Das Menü schaltet sich nach einer Minute ohne Eingabe ab.
  • SPA3102 über den zweiten Port: Ein Notebook per Kabel am Port ETHERNET — das Gateway weist ihm selbst eine Adresse zu, und seine Weboberfläche öffnet sich unter http://192.168.0.1/advanced.
  • SPA8800 über den Service-Port: Ein Notebook am Port AUX — dieselbe Adresse http://192.168.0.1/advanced. Über AUX leitet das Gateway keine Pakete weiter, das dient nur der Einrichtung.
  • Über die Client-Liste des Routers — anhand der MAC-Adresse vom Aufkleber.

Tab Router → Status in der Weboberfläche des SPA3102: die Zeilen Current IP (die vom Router bezogene Adresse) und LAN IP Address 192.168.0.1

Screenshot: Voice Gateway with Router SPA3102 — Quick Installation, Cisco (Kopie des Internet Archive), S. 1; die Adressen im Bild sind ein Beispiel.

Der SPA3102 arbeitet standardmäßig als Router (Sprachmenü 201#: 0 — Router, 1 — Bridge). Wenn er hinter dem Router des Betriebs steht, kann der Modus unverändert bleiben.

Schritt 2. In die Weboberfläche einloggen#

Öffnen Sie http://<IP des Gateways>/admin/advanced. Wenn Sie einfach http://<IP des Gateways> öffnen, landen Sie in der Benutzeransicht — klicken Sie auf Admin Login, dann auf advanced (oben rechts), sonst fehlt die Hälfte der Einstellungen.

Wert
Konten admin (Administrator) und user (Benutzeransicht); die Namen lassen sich nicht ändern
Werkseitiges Passwort kein Passwort — weder bei admin noch bei user: Das Anmeldefenster erscheint ab Werk nicht

Wenn der Browser dennoch nach einem Passwort fragt — es wurde vom Provider gesetzt, von dem das Gateway stammt. Ohne dieses Passwort bleibt nur der Reset (und auch der kann durch das Provider-Passwort gesperrt sein).

Legen Sie das Administrator-Passwort sofort nach der Einrichtung fest: Voice → System → Abschnitt System Configuration → Admin Password (und User Password).

Die Tabs heißen bei den Modellen unterschiedlich: Beim SPA3102 — Router (Netzwerk) und Voice (Info, System, SIP, Provisioning, Regional, Line 1, PSTN Line…), beim SPA8800 — Network und Voice (…, Phone 1–4, Line 1–4). Jede Änderung wird mit der Schaltfläche Submit All Changes unten auf der Seite übernommen — dabei startet das Gateway neu.

Die Seite öffnet sich nicht unter der Adresse aus 110#? Aktivieren Sie den Zugriff auf die Weboberfläche aus dem Netz des Betriebs per Sprache: **** → 7932# → 1.

Schritt 3. Zugangsdaten der Telefonanlage eingeben#

Beim Cisco SPA liegen Serveradresse, Login und Passwort auf einer einzigen Leitungsseite. Eine Amtsleitung = ein Tab = eine unserer Nebenstelle:

  • SPA3102 — Tab Voice → PSTN Line. Verwechseln Sie ihn nicht mit Voice → Line 1: Das ist das Konto des Analogtelefons am Port PHONE, es wird wie ein Telefon eingerichtet (Cisco — Telefone und ATA) und benötigt eine eigene, separate Nebenstelle.
  • SPA8800 — Tabs Voice → Line 1…Line 4, einer pro Amtsleitung. Die Tabs Phone 1…4 sind die Analogtelefone.

Tab Voice → Line 2 in der Weboberfläche des SPA8800: Line Enable, Abschnitt SIP Settings mit SIP Transport und SIP Port, Abschnitt Proxy and Registration mit den Feldern Proxy und Register, Abschnitt Subscriber Information mit Display Name, User ID, Password, Use Auth ID und Auth ID

Screenshot: Application Note „Configuring the Cisco SPA8800 IP Telephony Gateway in an Asterisk Environment“, Cisco, 2009, S. 16. Im Cisco-Beispiel arbeitet das Gateway ohne Registrierung (Make Call / Ans Call Without Reg = yes, Use Auth ID = no) — für unsere Telefonanlage muss es anders sein, nach der Tabelle unten.

Feld im Fenster „Zugangsdaten der Nebenstelle“ Wert Wohin im Gateway (SPA3102: PSTN Line, SPA8800: Line N)
— yes Line Enable
SIP-Server Adresse unserer Telefonanlage Proxy and Registration → Proxy
— no, Feld leer Use Outbound Proxy, Outbound Proxy
— yes Register (ohne Adresse in Proxy wird es ignoriert)
Port 5060 eigenes Feld gibt es nicht — 5060 wird automatisch eingesetzt; bei Bedarf tragen Sie in Proxy Adresse:5060 ein. Das Feld SIP Port unter SIP Settings ist der Port des Gateways selbst, lassen Sie es unverändert
Transport UDP SIP Settings → SIP Transport
Login sip-…-<Nummer> — vollständig Subscriber Information → User ID
Login dieselbe Zeichenkette vollständig Use Auth ID = yes, Auth ID = Login
Passwort Passwort der Nebenstelle (wird einmal angezeigt) Password
Interne Nummer Bezeichnung für Sie selbst Display Name
— yes SIP Settings → Restrict Source IP — SIP nur vom Server aus dem Feld Proxy annehmen (siehe unten)

Klicken Sie auf Submit All Changes. Beim SPA8800 wiederholen Sie das für jede angeschlossene Leitung mit ihrer eigenen Nebenstelle.

⚠️ Restrict Source IP = yes — unbedingt. Ab Werk nimmt das Gateway einen Anruf „von außen“ von jeder beliebigen Adresse im Internet ohne Prüfung an (VoIP Caller Auth Method = none, One Stage Dialing = yes) und wählt ihn in Ihre Amtsleitung — auf Ihre Kosten. Mit Restrict Source IP verwirft das Gateway alles, was nicht von der Serveradresse aus dem Feld Proxy kommt. Beim SPA3102 lässt sich dieselbe Richtung komplett abschalten: VoIP-To-PSTN Gateway Enable = no (ausgehende Verbindungen über das Gateway nutzt unsere Telefonanlage ohnehin nicht). Leiten Sie die SIP-Ports des Gateways am Router nicht weiter und öffnen Sie die Weboberfläche nicht nach außen: Sicherheitsupdates gibt es für diese Firmware nicht.

Codecs, DTMF, NAT und lokale Ports
  • Codecs (Audio Configuration): Preferred Codec = G711a (Europa, GUS, Georgien) oder G711u (Nordamerika); G729a Enable = no. G.711 A-law und µ-law sind beim Gateway immer aktiviert. G.722 gibt es bei diesen Gateways nicht — das Gespräch läuft in G.711, für eine Amtsleitung ist das genau deren Qualität. G.729a, G.723 und G.726 nutzt unsere Telefonanlage nicht — setzen Sie sie nicht als Preferred Codec und aktivieren Sie nicht Use Pref Codec Only.
  • DTMF: DTMF Tx Method = AVT (das ist RFC 2833; der Werkswert ist Auto).
  • NAT. Hinter einem gewöhnlichen Router arbeitet das Gateway ohne Portweiterleitung: Symmetric RTP = yes (Werkswert), NAT Mapping Enable = no, STUN ist nicht nötig. Wenn die Registrierung regelmäßig abbricht, verringern Sie Register Expires (Werkswert 3600 s) auf 60–300 s. Schalten Sie am Router SIP ALG aus.
  • Die lokalen SIP-Ports der Leitungen sind unterschiedlich (beim SPA8800 zum Beispiel 5161 bei Line 2 und 5261 bei Line 3; beim SPA3102 unterscheidet sich der Port von PSTN Line von dem von Line 1). Das ist so gewollt — gleichen Sie sie nicht von Hand an.
  • TLS und SRTP nicht aktivieren: Unsere Telefonanlage hat sie nicht (beim SPA8800-XU ist SRTP ohnehin aus der Firmware entfernt).

Schritt 4. Eingehende Anrufe an die Telefonanlage weiterleiten#

Ab Werk verhält sich das Gateway gefährlich: Nach einem Anruf von der Stadtleitung nimmt es nach 16 Sekunden ab, gibt dem Anrufer ein Freizeichen und erlaubt ihm, jede beliebige Nummer innerhalb der Telefonanlage zu wählen (Wählplan 1 = (xx.) — „was auch immer“). Wir brauchen, dass das Gateway selbst und sofort die Nummer der Gruppe wählt. Bei Cisco geschieht das über eine „Hotline“ im Wählplan — auf derselben Registerkarte der Leitung (PSTN Line beim SPA3102, Line N beim SPA8800):

Abschnitt Feld Was wir einstellen
Dial Plans Dial Plan 2 (ein beliebiger freier von 1–8) (S0<:700>), wobei 700 die Nummer der Rundrufgruppe (oder die Durchwahl des Operators) ist
PSTN-To-VoIP Gateway Setup PSTN Caller Default DP 2 — die Nummer des Plans aus der Zeile oben
PSTN-To-VoIP Gateway Setup PSTN-To-VoIP Gateway Enable (SPA3102) yes
PSTN-To-VoIP Gateway Setup PSTN Caller Auth Method (SPA3102) none — PIN nicht nötig, die Nummer wählt das Gateway selbst
PSTN-To-VoIP Gateway Setup PSTN Ring Thru Line 1 (SPA3102) no — sonst klingelt parallel das analoge Telefon in PHONE (manchmal praktisch als „Anruf im Saal“, aber das ist eine bewusste Entscheidung)
FXO Timer Values PSTN Answer Delay Werkseinstellung 16 s — reduzieren Sie auf etwa 5. Weniger nicht: Die Nummer des Anrufers kommt sonst nicht rechtzeitig an

Registerkarte Voice → Line 2 in der Weboberfläche des SPA8800: Abschnitt Dial Plans mit Dial Plan 1–8, in Dial Plan 8 ist die Hotline (<:101@192.168.2.20>S0) eingetragen, darunter der Abschnitt PSTN-To-VoIP Gateway Setup mit PSTN Caller Default DP = 8

Screenshot: Application Note „Configuring the Cisco SPA8800 IP Telephony Gateway in an Asterisk Environment“, Cisco, 2009, S. 17. Im Beispiel von Cisco — Plan 8 und die Serveradresse nach der Nummer; für unsere Telefonanlage genügt (S0<:700>) in einem beliebigen freien Plan — ohne Adresse geht die Nummer an den Server aus dem Feld Proxy derselben Leitung.

Klicken Sie auf Submit All Changes. Verschiedene Leitungen des SPA8800 können in verschiedene Gruppen geführt werden — jede Registerkarte Line N hat ihren eigenen Wählplan.

Das Gateway nimmt die Stadtleitung früher ab, als bei uns jemand antwortet: Für den Anrufer beginnt das Gespräch mit dem Moment der Annahme durch das Gateway, auch wenn die Gruppe später nicht antwortet. Die Routing-Regeln für Nummern des Anbieters (Zeitplan, Sprachmenü) gelten nicht für Anrufe vom Gateway — die Gruppe wählt die Nummer in der „Hotline“, und Optionen nach Zeit sowie Fallback hat die Gruppe selbst, siehe „Wohin eingehende Anrufe leiten“.

Die Nummer des Anrufers. Lassen Sie das Feld PSTN CID For VoIP CID auf der Werkseinstellung no: Der Anruf kommt im Panel als Anruf von der Durchwahl des Gateways an, die Nummer des Stadtteilnehmers ist dabei nicht sichtbar. Wohin das Gateway die Nummer bei yes legt, ist in der Dokumentation von Cisco nicht angegeben, und unsere Telefonanlage erkennt ihre Durchwahl am Login im Feld From — wenn die Nummer dort statt des Logins steht, wird der Anruf abgelehnt.

Zu ausgehenden Anrufen — ehrlich. Ein Anruf aus der Telefonanlage nach außen über die Stadtleitung dieses Gateways ist derzeit nicht möglich: Die Regel für ausgehende Anrufe führt nur zur Leitung des SIP-Anbieters, und das Gateway ist für die Telefonanlage eine Durchwahl. Das Gateway selbst kann das (Abschnitt VoIP-To-PSTN Gateway Setup), aber seitens der Telefonanlage werden solche ausgehenden Anrufe nicht unterstützt — konfigurieren Sie sie nicht. Heute sind SPA3102/SPA8800 ein Mittel, um Anrufe auf einer Stadtnummer anzunehmen; ausgehende Anrufe laufen über die Nummer des SIP-Anbieters, mehr dazu — „Ausgehende Anrufe über das Gateway — noch nicht“.

Schritt 5. Registrierung und Anruf prüfen#

  1. Registrierung im Gateway. Voice → Info → Abschnitt PSTN Line Status (SPA3102) oder PSTN Line N Status (SPA8800): Registration State = Registered. Dort auch Line Voltage — wenn 0, ist die Stadtleitung nicht angeschlossen (oder das Kabel steckt in PHONE statt in LINE).
  2. Registrierung in der Admin-Oberfläche. Bei der Durchwahl dieser Leitung auf der Registerkarte „Mitarbeiter und Gruppen“ muss ein grüner Punkt aufleuchten.
  3. Anruf. Rufen Sie vom Mobiltelefon die Stadtnummer an — nach der Annahme durch das Gateway muss die Gruppe oder der Operator aus Schritt 4 klingeln. Legen Sie am Mobiltelefon auf: Der Anruf beim Operator muss innerhalb weniger Sekunden enden. Wenn er „hängt“ — ist die Auflegeerkennung nicht konfiguriert, der nächste Abschnitt.
  4. Ton — Echo-Test *43. Die Registrierung sagt nichts über den Ton aus: Er läuft als separater Stream. Tragen Sie vorübergehend in Ihren Wählplan (S0<:*43>) ein, klicken Sie auf Submit All Changes und rufen Sie die Stadtnummer an: Die Telefonanlage antwortet und beginnt, Ihnen Ihre Stimme mit einer kleinen Verzögerung zurückzugeben. Hören Sie sich selbst — geht der Ton in beide Richtungen. Stellen Sie danach die Gruppennummer wieder her.

Alles zur Prüfung — in der Übersicht, Abschnitt „Wie prüfen“.

Leitung für Ihr Land konfigurieren#

Regionale Firmware gibt es für diese Gateways nicht: Ab Werk ist alles auf das Netz der USA eingestellt – Leitungswiderstand 600 Ohm, amerikanisches Besetztzeichen, amerikanisches Format der Nummer des Anrufers. An einer Leitung in jedem anderen Land ist dieser Schritt verpflichtend: Andernfalls bemerkt das Gateway nicht, dass der Teilnehmer aufgelegt hat, und die Gruppe klingelt weiter.

  1. Leitungswiderstand – FXO Port Impedance (Abschnitt International Control). Cisco-Hinweis: USA – 600; Europa (Vereinigtes Königreich, Deutschland, Niederlande, Schweden, Norwegen, Italien, Spanien, Portugal, Polen, Dänemark) und Frankreich – 270+750||150nF; Australien – 220+820||120nF; Neuseeland – 370+620||310nF. Russland, die GUS-Staaten, Georgien und die Türkei fehlen im Hinweis – den Wert erfragen Sie bei Ihrem Leitungsanbieter. Echo und Rauschen im Gespräch sind ein Anzeichen für einen falschen Wert.
  2. Auflegen-Erkennung – Abschnitt PSTN Disconnect Detection. Detect CPC (Stromausfall) und Detect Polarity Reversal (Polaritätsumkehr) sind ab Werk aktiviert – lassen Sie sie aktiviert. Detect Disconnect Tone ist ebenfalls aktiviert, aber das Signal Disconnect Tone selbst ist das amerikanische: 480@-30,620@-30;4(.25/.25/1+2). Tragen Sie in derselben Syntax (Frequenzen, Pegel, Dauer von Ton und Pause) das Besetztzeichen Ihres Landes ein. Für eine Reihe europäischer Länder, Australien und Neuseeland finden sich die Werte im Administration Guide; für Russland und die GUS nicht – die Parameter erfragen Sie bei Ihrem Anbieter. Als Absicherung dient Detect Long Silence (beim SPA8800 – Detect PSTN Long Silence), ab Werk aktiviert mit einer Schwelle von 30 s: Ein Gespräch in völliger Stille wird von selbst beendet.
  3. Nummer des Anrufers von der Leitung – Tab Regional → Caller ID Method: ab Werk Bellcore (N.Amer, China); es gibt die Varianten DTMF (Finland, Sweden), DTMF (Denmark), ETSI DTMF, ETSI DTMF With PR, ETSI DTMF After Ring, ETSI FSK, ETSI FSK With PR (UK). Ein russisches „AON“ mit Nummernabfrage per Mehrfrequenzcode gibt es in der Liste nicht. Die Nummer empfängt das Gateway nur, wenn PSTN Answer Delay länger ist als die Zeit bis zu ihrer Übermittlung (Schritt 4).
Weitere Felder der Leitung
  • SPA To PSTN Gain / PSTN To SPA Gain – Lautstärke in Richtung Leitung und von ihr kommend (−15…+12 dB).
  • Ring Frequency Min/Max, Ring Validation Time, Ring Threshold – Erkennung des Rufsignals.
  • Line-In-Use Voltage (40 V): Ist die Spannung niedriger, nimmt das Gateway an, dass ein paralleles Gerät die Leitung belegt.
  • PSTN Dial Digit Len, PSTN Dialing Delay, PSTN Hook Flash Len (0,25 s) – Wählen und Flash in Richtung Leitung.
  • Fax – T.38 oder G.711 (beim SPA8800 eine T.38-Sitzung pro Paar von PHONE-Ports).
  • Lifeline. Der SPA3102 verbindet bei Stromausfall PHONE direkt mit LINE – das Telefon funktioniert wie ein normales Festnetztelefon; beim SPA8800 werden für diesen Fall die Ports PHONE und LINE in feste Paare zusammengefasst.

Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen#

Ein Zurücksetzen ist nötig, wenn das Passwort für die Weboberfläche unbekannt ist, das Gateway von einem Anbieter oder Vorbesitzer stammt oder die Konfiguration endgültig durcheinandergeraten ist.

Eine Reset-Taste gibt es bei diesen Gateways nicht (in der Cisco-Dokumentation ist keine vorhanden), einen Menüpunkt zum Zurücksetzen beschreibt die Dokumentation in der Weboberfläche ebenfalls nicht – nur das Sprachmenü über ein analoges Telefon:

  1. Telefon an PHONE (SPA3102) oder PHONE 1 (SPA8800 – das Menü funktioniert nur von diesem Port aus), Hörer abnehmen, **** eingeben.
  2. 73738# eingeben (R-E-S-E-T) – vollständiges Zurücksetzen. Die Variante 877778# – Zurücksetzen nur der Benutzereinstellungen (die Einstellungen des Anbieters bleiben erhalten); 732668# – nur ein Neustart.
  3. 1 zur Bestätigung drücken (* – Abbruch), auf „Option successful“ warten und auflegen – das Gateway startet neu.

Das Zurücksetzen kann durch ein Passwort des Anbieters gesperrt sein – dann fragt das Menü danach. Die Buchstaben des Passworts werden mit den Ziffern der Tastatur eingegeben: A/B/C → 2 … W/X/Y/Z → 9, sonstige Zeichen → 0 (zum Beispiel wird phone@321 als 746630321 eingegeben). Ohne dieses Passwort lässt sich ein Gateway vom Anbieter nicht zurücksetzen.

Was gelöscht wird: Netzwerkeinstellungen, Zugangsdaten der Leitungen, Wählplan und Ländereinstellungen, das Administratorkennwort (wieder leer). Die Firmware bleibt unverändert.

Was danach zu tun ist: Der Netzwerkport bezieht die Adresse wieder per DHCP (die Adresse erneut per Sprachmenü **** → 110#), in der Weboberfläche gibt es kein Passwort; durchlaufen Sie die Schritte 1–5 und den Abschnitt zum Land erneut. Vergeben Sie ein neues Passwort für die Nebenstelle – es wird nur einmal angezeigt: Telefonie → „Mitarbeiter und Gruppen“ → „Passwort zurücksetzen“. Allgemeines zum Zurücksetzen von Gateways – in der Übersicht.

Wenn sich das Gateway nicht registriert#

  1. Die Zugangsdaten wurden im falschen Tab eingegeben. Beim SPA3102 – unter PSTN Line, nicht unter Line 1 (das ist das Telefon am Port PHONE); beim SPA8800 – unter Line N, nicht unter Phone N.
  2. Proxy leer oder Register = no. Ohne Adresse in Proxy registriert sich das Gateway überhaupt nicht, selbst bei Register = yes.
  3. Der Login wurde nicht vollständig eingegeben. In User ID und Auth ID – die vollständige Zeichenkette sip-…-<Nummer>, Use Auth ID = yes.
  4. Submit All Changes wurde nicht gedrückt – ohne das wird nichts gespeichert.
  5. SIP Transport = TLS oder TCP – stellen Sie UDP ein.
  6. Registriert, aber ein Anruf von der Leitung kommt nicht an. Die „Hotline“ ist nicht konfiguriert oder die Nummer in PSTN Caller Default DP stimmt nicht mit der Nummer des Plans überein; Line Voltage = 0 – die Leitung steckt nicht im richtigen Port. Prüfen Sie, dass die Nummer aus dem Plan von jedem Telefon der Telefonanlage aus gewählt werden kann.

Allgemeine Ursachen (SIP ALG am Router, veraltetes Passwort, geschlossener UDP-Port 5060) – in der Übersicht, Abschnitt „Wenn sich das Gateway nicht registriert“; zum Netzwerk – „Netzwerk des Betriebs, NAT und SIM-Karte“.

Modelle der Familie#

Modell Anschlüsse Netzwerk und Gehäuse Status und Firmware Unterschiede bei der Einrichtung
SPA3102 1 × FXO (LINE) + 1 × FXS (PHONE), RJ-11 2 × RJ-45: INTERNET (ins Netzwerk des Betriebs) und ETHERNET (LAN, das Gateway verteilt Adressen, 192.168.0.1); integrierter Router vom Verkauf genommen am 2014-09-23, Support bis 2019-09-30; letzte bekannte Firmware 5.2.13 (2012) Leitung — Voice → PSTN Line, Telefon — Voice → Line 1; zwei Nebenstellen bei Nutzung beider Anschlüsse
SPA8800 4 × FXO (LINE 1–4) + 4 × FXS (PHONE 1–4), RJ-11 + gemeinsamer RJ-21 RJ-45 ETHERNET (ins Netzwerk) + AUX (nur Konfiguration, 192.168.0.1); Stromversorgung 12 V 3 A vom Verkauf genommen am 2019-03-15, Support bis 2024-03-31, kein Ersatz; Firmware 6.1.7 (2009), 6.1.11 (2013) Leitungen — Voice → Line 1–4, Telefone — Phone 1–4; Sprachmenü nur über PHONE 1
SPA8800-XU wie SPA8800 wie SPA8800 wie SPA8800; Firmware 6.1.11(XU) SRTP wurde aus der Firmware entfernt — für unsere Telefonanlage ist das unerheblich

Beim SPA3102 gab es regionale Varianten (-NA, -EU, -UK, -AU und andere) — Unterschiede bei der Einrichtung beschreibt die Dokumentation von Cisco nicht; das Land wird über die Felder aus dem Abschnitt „Leitung für Ihr Land einrichten“ festgelegt.

Verwandte Modelle und was man stattdessen nehmen sollte

SPA8000 (8 × FXS), SPA2102, PAP2T, SPA112/SPA122 und ATA 191/192 — nur Anschlüsse für analoge Telefone, eine Stadtleitung schließen sie nicht an; die Einrichtung steht im Abschnitt Cisco — Telefone und ATA. Ein FXO-Gateway gibt es in der Cisco-Reihe für kleine Unternehmen nicht mehr: für den SPA3102 nannte Cisco den SPA122 als Ersatz, doch dieser hat kein FXO. Die gesamte Serie Cisco Small Business Voice Gateways and ATAs wurde am 2025-05-31 aus dem Support genommen.

Für einen neuen Standort mit Stadtnummern nehmen Sie Grandstream HT841/HT881 oder Yeastar TA FXO. Und wenn die Stadtnummer zu einem SIP-Anbieter portiert werden kann, ist das zuverlässiger und günstiger als jedes Gateway: „Nummer des Anbieters anschließen“.

Häufige Fragen#

Das Gateway wurde vom Verkauf genommen — lohnt es sich, es anzuschließen?#

Wenn es bereits steht — ja: die Registrierung der Leitung als Nebenstelle und eingehende Anrufe auf die Gruppe funktionieren, die Einrichtung dauert etwa fünfzehn Minuten. Schließen Sie das Gateway unbedingt mit Restrict Source IP und der „Hotline“ ab (Schritte 3–4) und vergeben Sie ein Administratorkennwort: Sicherheitsupdates für diese Firmware wird es nicht mehr geben. Ein solches Gateway für einen neuen Standort zu kaufen, lohnt sich nicht.

Wie viele Nebenstellen braucht der SPA8800?#

Je eine für jede angeschlossene Stadtleitung (Registerkarten Line 1–4) — bis zu vier. Wenn an den PHONE-Anschlüssen analoge Telefone hängen und diese ebenfalls in der Telefonanlage funktionieren sollen, braucht jedes noch eine eigene Nebenstelle auf der Registerkarte Phone N.

Kann man über die Telefonanlage mit der Stadtleitung nach außen telefonieren?#

Bisher nicht. Über dieses Gateway kann unsere Telefonanlage nur Anrufe von der Leitung annehmen; ausgehende laufen über die Nummer des SIP-Anbieters. Mehr dazu — „Ausgehend über das Gateway — bisher nicht“.

Der Anruf kommt an, wird aber nicht beendet, wenn der Gast auflegt#

Die Besetztzeichenerkennung für Ihr Land ist nicht eingerichtet: das werkseitige „Besetzt“-Signal ist das amerikanische. Gehen Sie den Abschnitt „Leitung für Ihr Land einrichten“ durch: FXO Port Impedance und Disconnect Tone Ihres Anbieters.

Warum hört der Anrufer lange das Freizeichen?#

Die werkseitige PSTN Answer Delay beträgt 16 Sekunden: so lange wartet das Gateway, bevor es einen Anruf von der Leitung annimmt. Verringern Sie den Wert auf ~5 Sekunden (Schritt 4).

Warum gibt es G.722 nicht in der Codec-Liste?#

Es gibt es bei keinem Modell der Familie — das Gespräch läuft in G.711. Für eine Stadtleitung ist das genau die Qualität, die die Leitung selbst bietet.

Quellen#

Cisco-Dokumentation; die Originale auf cisco.com wurden entfernt, die Links verweisen auf Kopien im Internet Archive und in den Anhängen der Cisco Community. Zugriffsdatum — 2026-09-10.

  1. Cisco Small Business Analog Telephone Adapters Administration Guide (PAP2T, SPA2102, SPA3102, SPA8000, SPA8800), 2012 — keine Standardpasswörter, Sprachmenü, Seiten PSTN Line und Line, Restrict Source IP, Wählplan und „Hotline“, PSTN Answer Delay, Impedanz, Disconnect Tone, Caller ID Method, ein- und zweistufige Wahl.
  2. Voice Gateway with Router SPA3102 — Quick Installation — Ports, 192.168.0.1/advanced, Tabelle des Sprachmenüs (110, 201, 7932, 73738, 877778, 732668), Eingabe des Passworts über Ziffern. Quelle des Screenshots des SPA3102 auf dieser Seite.
  3. Cisco Small Business Pro SPA8800 IP Telephony Gateway — Quick Start Guide — Port AUX, Sprachmenü nur über PHONE 1, Zurücksetzen.
  4. Application Note: Configuring the Cisco SPA8800 IP Telephony Gateway in an Asterisk Environment, 2009 — Registerkarten Line N, /admin/advanced, Wählplan mit Hotline und PSTN Caller Default DP, Line Voltage auf der Seite Info. Quelle der Screenshots des SPA8800 auf dieser Seite.
  5. Data Sheet: Cisco SPA8800 IP Telephony Gateway with 4 FXS and 4 FXO Ports — Schnittstellen, Codecs, Stromversorgung, Zurücksetzen, passwortgeschützt.
  6. End-of-Sale and End-of-Life Announcement for the Cisco SPA3102 — Einstellungsdaten, regionale Varianten, Ersatz SPA122.
  7. End-of-Sale and End-of-Life Announcement for the Cisco SPA8000 and SPA8800 — Einstellungsdaten, SPA8800-XU, kein Ersatz.
  8. Release Notes for Cisco SPA3102 Firmware 5.2.13 und Release Notes SPA8800 Firmware 6.1.11(XU) — letzte Firmware-Versionen, SRTP in XU.
  9. Cisco Small Business Voice Gateways and ATAs — Seite der Serie — Ende des Supports der Serie 2025-05-31.
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